Beiträge zum Thema Energieeffizienz

Die Stadtwerke Neuss haben im Folgenden interessante Artikel für Sie zusammengestellt, die Sie zu Themen wie "Energiesparen" oder "Energieeffizienz" auf dem Laufenden halten.

News-Überblick KW 11
Montag, 14. März 2011

CO2 Weltmeisterschaft 2014 – China tritt Favoritenrolle an die USA ab

Der Stammtisch und dessen Parolen wurden ja bekanntlich in Deutschland erfunden und auch beim Thema Energiesparen ist das “Phrasen dreschen” sehr beliebt. Nach dem allseits beliebten Muster: “Großspurig mit Halbwissen glänzen, selbstzufrieden zurücklehnen und bloß nicht an die eigene Nase fassen” wird wie immer über die Anderen hergezogen und erwartungsvoll auf die zustimmenden Schulterklopfer gewartet. Leider wird diesem illustren Schauspiel für jeden Hobbykneipengänger nun ein wenig das Kanonenfutter entzogen.
Nachdem China mit seinen hochmodernen Kohlekraftwerken seit Jahren den Titel “CO2 Ausstoß Weltmeister des Jahrtausends” bekommt, gibt es nun erste Signale für eine klare Trendwende in der Politik. Diesen März wird in China auf der Tagung des nationalen Volkskongresses die neue Strategie für die Jahre 2011 bis 2015 vorgestellt. Das dafür vorgesehene Budget für Investitionen soll vor allem der Umwelttechnik, darunter auch der Energieeffizienz zukommen. Dabei bleiben Kern- und Wasserkraft weiterhin die Energielieferanten Nummer eins und werden noch ausgebaut. Dennoch soll der Fünf-Jahresplan das bisher grünste Dokument in der Geschichte Chinas sein. Unter anderem durch die verminderte Nutzung der Kohle.
Interessant sind zum einen die einzelnen Projekte, welche in Angriff genommen werden. Die Rede ist beispielsweise von einer Steuer auf Umweltverschmutzung, wobei noch unklar ist, ob diese regional oder national gelten soll. Die Abgabe soll bei einer Kontaminierung durch Schwefeldioxid, Abwasser und andere Schadstoffe zum Tragen kommen. Betroffen wären der Energiesektor und emissionsintensive Betriebe wie die Zement- und Stahlindustrie. Zum anderen stellt sich für viele ausländische Unternehmen die Frage, ob sie bei höheren Umwelt- und Sozialstandards ihre Produktionsstätten noch nach China verlagern wollen. Das Herzstück des ersten Ökoprogramms ist jedoch das Vorhaben Chinas zum Global Player für erneuerbare Energien zu werden. In der Inneren Mongolei wurden innerhalb kurzer Zeit Windparks mit einer Leistung von sieben Gigawatt installiert, weitere drei Gigawatt sind im Bau. Der US-amerikanische Think Tank Pew Environment Group hat zudem in einer vergleichenden Analyse festgestellt, dass China bereits im Jahr 2009 knapp 35 Milliarden Dollar in Grüne Energien investiert hat – nahezu doppelt so viel wie die USA.

Durstig? 900 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser

Passend zum Weltwassertag am 22.März ruft betterplace in gewohnter Manier einen neues Thema des Monats aus. Und wer hätte es nach der Einleitung gedacht – dreht sich bei betterplace.org im März alles um das Thema Wasser. Vom sauberen Trinkwasser über Bewässerung in der Landwirtschaft und sanitäre Anlagen – Wasser ist ein vielfältiger Themenbereich und auf der ganzen Welt brisant. Betterplace stellt dabei etwaige geplante Hilfs-Projekte rund um das Thema Wasser inkl. der Ziele aus den verschiedensten Winkeln dieser Welt vor und gibt dem Blogleser die Möglichkeit das Projekt zu unterstützen und sehr sinnvoll an gleicher Stelle auch durch Spenden zu finanzieren.
So wird zum Beispiel ein Projekt aus Nepal vorgestellt, bei dem ein Bewässerungssystem für 15 Familienbetriebe installiert werden soll. In Kaule herrscht von November bis April große Trockenheit. Der Wassermangel ist ein limitierender Faktor für den Anbau. Die Felder liegen in der Trockenzeit braun und oft brach da. Mit Hilfe des Bewässerungssystems könnte auch in diesen Monaten angebaut werden, die Agrarflächen könnten also, wie es das System der Agroforstwirtschaft als optimal vorsieht, wirklich das ganze Jahr hindurch bestellt und bewirtschaftet werden.
Darüber hinaus werden spannende Projekte aus Mosambik, Haiti, Kamerun, Indien und Somalia vorgestellt.

Klimaschutzranking für Fluggesellschaften vorgestellt

Karmakonsum stellt mal wieder ein interessantes Projekt vor. Atmosfair, ein gemeinnütziger Anbieter von Co2-Kompensationen, hat das Klimaschutzengagement der 100 größten Fluggesellschaften der Welt analysiert und daraus eine Airline-Rangliste erstellt. Der „atomsfair Airline Index“ bewertet den Co2-Ausstoß einer Fluggesellschaft pro Kilometer und Passagier. Am besten schneidet der britische CharterCarrier Monarch Airlines ab, gefolgt von Condor aus Deutschland. Es werden anschauliche Grafiken zur Schau gestellt, die den Co2 Ausstoß von Kurzstrecken- oder Langstreckenflügen mit dem Verbrauch eines Kühlschrankes und der einjährigen Benutzung eines Kraftwagen vergleichen. Der Index zeigt die Effizienzpunkte einer Airline, differenziert nach Kurz-, Mittel- und Langstrecke und kann dabei helfen unnöttiges Co2 zu vermeiden, den Co2 Ausstoß zu optimieren und im letzten Schritt auf sogar zu kompensieren. Auf der Webseite von Atmosfair wird dem Fluggast die Möglichkeit gegeben einen Klimaschutzbeitrag zu leisten. Bei diesem Programm zahlen Passagiere freiwillig für die von ihnen verursachten Klimagase. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen des Flugzeugs. Finanziert werden Projekte in Entwicklungsländern. Das Geld trägt dazu bei, diese Projekte zu ermöglichen.

News-Überblick KW 10
Montag, 07. März 2011

E10 – Am neuen Biokraftstoff scheiden sich die Geister

“Katastrophale Informationspanne um E10.“, “E10-Debakel.“, “E10 ist eine Mogelpackung.“, “Verwirrung um angebliche Risiken von E10.“.
Diese und weitere Schreckensmeldungen über die Motorunverträglichkeit des neuen Biokraftstoff E10 kursieren zurzeit durch sämtliche Medien in Deutschland.
Seit Januar 2011 gibt es an den Tankstellen diese neue Benzinsorte mit dem Kürzel E10. Unter E10 versteht man Benzin mit bis zu zehn Prozent Bioethanol. Mit der Einführung von E10 setzt Deutschland eine Verordnung der Europäischen Union um, die damit den CO2-Ausstoß senken und den Klimaschutz voranbringen will.
Wie so oft ist das Geschrei zwischen den Parteien groß, die sich bei der Debatte um E10 den schwarzen Peter zuschieben und sich in Polemik und populistischen Rücktrittsforderungen verlieren. Leider vergessen Sie dabei wie üblich, dass der Leidtragenden nicht E10 sondern der Verbraucher ist der nach wie vor verunsichert ob dieser Wasserstandsmeldungen vor der Tanksäule steht, obwohl vom ADAC eindeutig festgestellt wurde, dass der E10 für die meisten Motoren geeignet ist.

LED- und Energiesparlampen-Test von Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat LED – und Energiesparlampen passend zur dritten Stufe der EU-Effizienzverordnung im September 2011 einem ausgiebigen Test unterzogen. Nachdem bereits die 100 Watt und 75 Watt von Glühbirnen aus den Regalen verschwunden sind, werdem in dieser dritten Stufe auch die weit verbreiteten Glühbirnen mit 60 Watt Leistung verbieten. Der Verbraucher soll also vermehrt zu LED und Energiesparlampen greifen.
Testsieger wurden die sehr sparsamen und langlebigen LED -Lampen der Hersteller Toshiba und Osram. Ein wenig heller und preiswerter als LEDs sind “gute” Energiesparlampen. Mit am besten schnitten dabei die Lampen von Megaman ab.
Auch der zurzeit viel diskutierte Quecksilbergehalt der Energiesparlampen wurde überprüft. Wer also seinen Kindern Energiesparlampen anstatt Lego zum spielen gibt oder als Hochschwangere zum nächsten Polterabend Energiesparlampen mitbringen möchte, sollte vorsichthalber auf Energiesparlampen zurückgreifen, die gebundenes Quecksilber in Form von festem Amalgam verwenden. Diese Amalgam-Lösung kommt zum Beispiel in den Energiesparlampen von zum Einsatz.

Das YikeBike – Neues Spielzeug für den Mann

Bei dem YikeBike – made in Amerika – handelt es sich ganz untypisch für den amerikanischen Markt mal nicht um ein 40 Liter Benzin fressendes muscle car. Vielmehr ist das YikeBike ein quietsch-grünes Elektrofahrrad, was auch ohne Probleme als Hauptdarsteller der nächsten Science Fiction Filmes durchgehen könnte.
Das YikeBike erreicht immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Km/h pro Stunde, kann sehr kompakt zusammengefaltet werden und wiegt lediglich knapp 10 Kilogramm. Mit einer Reichweite von 10 Kilometer mit voller Ladung könnte das YikeBike in Zukunft also sicherlich auch auf deutschen Straßen für Aufsehen sorgen.
Zurzeit ist das YikeBike jedoch erst auf dem amerikanischen Mark für die schmale Mark von umgerechnet 3600 Euro erhältlich. Bis zur Markteinführung kann man sich jedoch schon mal an den Fahr-Anleitungsvideos erfreuen.

News-Überblick KW 9
Montag, 28. Februar 2011

Visionen 2050: Zukunftsdialog – Made in Germany
„Wir haben alle vollkommen vergessen, was alle Zivilisationen vorher wussten: Dass nichts selbstverständlich ist.“ Mit diesem Leitsatz ruft der Rat für nachhaltige Entwicklung junge Menschen unter 27 Jahren dazu auf, sich gezielt an dem Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu beteiligen. Die Ergebnisse werden vom 23.-25.3.2011 von den Teilnehmenden in einer Konferenz in Berlin weiter ausgearbeitet und auf der 11. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 20.06.2011 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Stadtwerke sind wichtige Gestalter der Energiewende
Das Informationsportal kommunal erneuerbar unterstützt kommunale Entscheidungsträger beim Ausbau der Erneuerbaren Energien vor Ort. Städte und Gemeinden spielen beim Klimaschutz eine Hauptrolle, denn sie haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Nutzung Erneuerbarer Energien. Ohne das Engagement auf kommunaler Ebene sind keine Klimaschutzziele zu erreichen! Wie Energienet berichtet, ist die baden-württembergische Stadt Schwäbisch Hall für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats Februar 2011 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie vor.

Rechnet sich das Fahren eines Elektroautos bereits?
Nachdem wir letzte Woche bereits über den neuen Geschwindigkeits-Weltrekord eines Solarautos berichteten, stellt der ADAC nun eine Vergleichsstudie bezüglich der Rentabilität von Elektroautos vor. Und welch Wunder!? Natürlich ist die Antwort auf die Ausgangsfrage: Nein ein Elektroauto ist noch nicht rentabel. Wie cleanthinking jedoch treffend berichtet ist der Vergleich zwischen Benziner und Elektroauto auf dem aktuellen Stand der Technik doch stark hinkend. Schließlich befinden wir uns gerade an der Schwelle zum Durchbruch der Elektromobilität. Der erste Laptop oder der erste DVD-Player waren auch nicht sofort mit einem Kassettenrekorder oder einem stationären PC vergleichbar, rein wirtschaftlich gesehen.

News-Überblick KW 8
Dienstag, 22. Februar 2011

Neuer Geschwindigkeitsweltrekord mit einem Solar-Auto
Der bereits über 20 Jahre bestehende Guinnessbuch-Weltrekord mit einem Solar-Auto wurde von einem australischen Studententeam nun auf immerhin 88 Km/h verbessert. Im Vergleich dazu wurde Anfang der Woche auch der Geschwindigkeitsrekord eines Autos mit Verbrennungsmotor auf Eis auf 355 km/h verbessert. Dazwischen liegen natürlich noch Welten. Das Solar-Auto wiegt jedoch nur rund ein Zehntel eines vergleichbaren Autos und ist im Verbrauch auch “leicht” überlegen. Laut dem downloadbarem FactSheet erzeugen die Solarzellen des Gefährts rund 1200 Watt, was in etwa der Energie entspricht, die für das Toasten von zwei Brotscheiben benötigt werden.

Sicheres Umsteigen von Leuchtstoffröhren auf LED-Röhren
Das Angebot im Bereich der LED Lampen ist groß, die Informationstiefe für den Verbraucher jedoch gering. Im direkten Vergleich verbraucht eine LED Lampe gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne bis zu 90% weniger Strom. Die Verbraucherinformation des Bundesministeriums für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stellt Vor- und Nachteile der neuen Leuchtmittel vor und gibt Hinweise für die Auswahl sicherer LED-Röhrenlampen, wenn ein Ausstieg aus der Leuchtstoffröhre geplant ist. Bei uns im Shop finden Sie einige LED Lampen zum Sonderpreis.

Zahlreiche Co2- Endlager in Deutschland geplant
Utopia weist in einem seiner aktuellen Beiträge auf einen erneut geplanten CSS- Gesetzesentwurf hin, der bisher aus Angst vor möglichen Bürgerprotesten wie 2009 in Schleswig Holstein zurückgehalten wurde. CCS bedeutet „Carbon Capture and Storage.“ Mit dieser lediglich am Anfang stehenden Technologie sollen fossile Energieträger verbrannt werden, ohne dass Co2 in die Atmosphäre gelangt. Stattdessen soll das Co2 aus den Abgasen herausgefiltert, verflüssigt und für 10000 Jahre unterirdisch gelagert werden ohne jedoch Nachfolgerisiken für das Grundwasser abschätzen zu können.

News-Überblick KW 2
Montag, 10. Januar 2011

Stromspar-Ladegerät für Apples iPhone
Viele Handy-Ladegeräte verbrauchen selbst dann weiter Strom aus der Steckdose, wenn das Gerät schon längst zu 100 Prozent aufgeladen ist. Für das Apple iPhone soll der Visible Green Charger von der Firma dexim Santom dieses Problem lösen. Die Beleuchtung des Kabels zeigt die Höhe des Ladezustandes an; bei voller Aufladung trennt das Gerät die Netzverbindung und es wird kein Strom mehr verbraucht. Wir bieten im Shop eine etwas vereinfachte, aber dafür für alle Handys nutzbare Lösung, den Chargestop.

Megatrend Smart Grid auf der CeBit
Intelligente Stromnetze sollen nicht nur die Einspeisung von Energie aus vielen dezentralen Quellen übernehmen, sondern auch die Steuerung von elektrischen Verbrauchsgeräten im Haushalt. Das Management großer Solar- und Windenergieanlagen ist ohne den Einsatz von IT nicht denkbar. Dieses Thema greift die im März dieses Jahres stattfindende CeBit auf.

Wieder Ölbohrungen im Golf von Mexiko
Neun Monate nach der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ und der damit verbundenen verheerenden Ölkatastrophe hat die US-Regierung den im April 2010 verhängten Bohrstopp für die Tiefsee wieder aufgehoben………

News-Überblick KW 1
Donnerstag, 06. Januar 2011

NABU fordert Urwälder in Deutschland
Wirkliche Naturwälder, in denen sich der Wald ungestört nach den Gesetzen der Natur entwickeln kann, gibt es in Deutschland heute gerade mal auf ein Prozent der Waldfläche. „Das ist beschämend wenig, denn die Zahl liegt weit unter dem, was wir von Ländern wie Brasilien oder Indonesien zum Schutz ihrer Wälder einfordern. Damit macht sich Deutschland auf dem internationalen Parkett unglaubwürdig“, so der NABU-Waldexperte Johannes Enssle.

Neue Nachhaltigkeits-Vorschriften für Biokraftstoffe
Ab sofort darf nur noch Bioethanol mit einem amtlich kontrollierten Nachhaltigkeitszertifikat zu Benzin beigemischt werden. Die damit verbundenen EU-Nachhaltigkeitsvorschriften beinhalten unter anderem, dass für Bioethanol kein Regenwald gerodet werden darf und seine CO2-Emissionen mindestens um 35 Prozent geringer sein müssen als bei Benzin.

Bundesweit 1,5 Mio Solarheizungen in Betrieb
Laut des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. sind zu Zeit bundesweit rund 1,5 Millionen Solarheizungen in Betrieb. Der große Vorteil zeigt sich besonders im Ersetzen veralteter Heizkessel, von denen es in Deutschland über drei Millionen gibt. Bei der Sanierung dieser veralteten Heizkessel lassen sich die Heizkosten in vielen Fällen oft sogar halbieren.